Die Handschrift der Zeit — 120 cm × 30 cm, 2026, von Ulf Obermann-Löwenstein

Die Handschrift der Zeit

Werkserie
Fundstücke
Werktitel
Die Handschrift der Zeit
Format
120 cm × 30 cm
Jahr
2026
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Vielleicht waren es Verse. Vielleicht eine Erzählung. Vielleicht ein Mythos, der längst vergessen ist. Man weiß es nicht. Die Handschrift der Zeit lässt genau diesen Raum offen. Zwischen dem, was einmal gewesen sein könnte, und dem, was wir heute darin sehen.

Manches taucht einfach auf. Ein Stück Schrift. Ein paar Zeichen. Und sofort beginnt man zu überlegen, was da einmal gestanden haben könnte. Vielleicht Verse. Vielleicht ein Teil einer Erzählung. Vielleicht ein Mythos, den niemand mehr kennt. Oder etwas völlig Alltägliches. Man weiß es nicht.

Und wahrscheinlich ist genau das wichtig. Denn sobald der Zusammenhang fehlt, beginnt etwas Neues. Man liest nicht mehr nur das, was einmal geschrieben wurde. Man liest das hinein, was man selbst mitbringt. Die Handschrift der Zeit lässt diesen Raum offen. Das Vergangene ist da, aber nicht greifbar. Es sagt nichts Eindeutiges mehr. Und trotzdem bleibt genug, um weiterzudenken.