Werkreise

Kapitel I

Erinnerung

Geboren 1961 in Hamm, aufgewachsen in einer Familie, in der gemalt wurde: die Mutter, ihre Geschwister. Die Farbe war früher da als die Entscheidung für sie.

Kapitel II

Ort

München, Hattingen, Essen — und im Mai 2024 zurück nach Hamm. Das Atelier in der Galerie der Disziplinen nennt er einen Ruhepol: Freiheit zum Arbeiten und die Familie wieder in der Nähe.

Kapitel III

Handwerk

Farben aus losen Pigmenten, selbst angerieben. Sumpfkalk, Marmormehl, Tusche, Gold. Was beim Trocknen reißt, bleibt stehen: Risse und Verluste werden integriert, nicht repariert.

Ulf Obermann-Löwenstein vor einem seiner roten Gemälde

Kurzbiografie

Künstlerischer Werdegang

Ulf Obermann-Löwenstein, Künstlername Flu, wurde 1961 in Hamm geboren. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er an der Kunstschule Musebrink in Essen unter der Leitung von Gabriele Musebrink, wo er die Technik der Intuitiven Prozessmalerei erlernte.

Nach Stationen in München und Hattingen arbeitete er lange im Ruhrgebiet, von 2013 bis 2024 unter anderem als künstlerischer Assistent an der Kunstschule Musebrink in Essen.

Im Mai 2024 kehrte er nach Hamm zurück. Sein Atelier liegt seither in der Galerie der Disziplinen.

Essen und Hamm

Essen — bis 2024

Industrielle Motive, Prozessmalerei, eine dunklere Palette. Der Zufall führt die Hand: Was das Material während des Trocknens tut, gehört zum Bild.

Hamm — seit 2024

Stille, Konzentration, Resonanz. Die Komposition wird bewusster gesetzt — am deutlichsten in der Serie „Geometrien der Stille“.

Ulf Obermann-Löwenstein bei der Arbeit an einer Leinwand
Ulf Obermann-Löwenstein im Atelier in Hamm

Ulf Obermann-Löwenstein im Atelier in der Galerie der Disziplinen, Hamm

Materialien & Technik

Pigmente und Gesteinsmehl, Sumpfkalk und Marmormehl extraweiß, Hämatit, Antiktusche und Blattgold, Gaze und eingearbeitetes Textil — nass in nass geschichtet.